So hat alles begonnen... Fortsetzung
Nachdem Hanna Meyer als Lehrersfrau immer weniger Zeit für ihr "Vereinli" blieb, übergab sie 1920 die Leitung an Margrit Grob und nach deren frühen Tod 1924 übernahm ihre Schwester, Anna Grob, diese Aufgabe. Während genau 40 Jahren hat sie dann den Missionsverein geleitet und übergab ihre Aufgabe im Alter von 81 Jahren an Elisabeth Leuthold. Inzwischen zeichnete sich ab, dass die Zeit des Missionkreises langsam zu Ende ging und dass die Unterstützung der Arbeit der Lepra-Mission auf eine neue organisatorische Basis gestellt werden musste.
Das "Vereinli" wird ein Verein
1968 wurde das "Vereinli" offiziell als Schweizer Zweig der Internationalen Lepra-Mission in London mit Dr. med. Oskar Kindler (Zollikerberg) als Präsident konstituiert. Das Sekretariat übernahm Pfr. Ernst Hunzinger (Egerkingen), tatkräftig unterstützt durch seine Frau Anna Hunzinger. Der Wechsel in Leitung und Sekretariat war auch das Startsignal zu einem modernen Spendenmarketing mit reger Vortragstätigkeit vor allem in Kirchgemeinden, einem zunächst hektographierten, später gedruckten Mitteilungsblatt, das nach einigen Jahren des Aufbaus an rund 20'000 Gönner versandt werden konnte.
1976 schliesslich erfolgte ein weiterer Ausbauschritt, indem in der Nähe von Lausanne ein welsches Sekretariat mit Eric Chollet an der Spitze gegründet wurde.
Heute verfügt die Evangelische Lepra-Mission (Schweizer Zweig) über rund 35'000 regelmässige Gönnerinnen und Gönner und sammelt pro Jahr rund zwei Millionen Franken für die medizinische und soziale Hilfe an Leprakranke weltweit. Sie ist (nach England und Wales) die grösste nationale Sammlungsorganisation unter den rund 30 nationalen Komitees der Internationalen Lepra-Mission.
Das alles wäre nicht denkbar ohne eine junge Frau, die sich von der Hilfe für die "Aussätzigen", wie sie damals noch genannt wurden, faszinieren liess und alle ihre Fähigkeiten dazu einsetzte, in der Schweiz Menschen für ihr Vorhaben zu begeistern.


