Lebensgeschichte
Saira aus Bangladesch
Saira lebte 10 Jahre mit Lepra ohne zu wissen, was sie hatte. Weil sie arm ist, konnte sie sich keinen guten Arzt leisten, der die Krankheit hätte diagnostizieren können. In all den Jahren wurden ihre Hände und Füsse durch die Krankheit gefühllos und verkrüppelt.
Endlich hörte Saira vom Spital der Lepra-Mission. Dort wurde ihre Lepra mit wirksamen Medikamenten geheilt. Doch als ihre Familie erfuhr, dass sie Lepra hat, verboten sie ihr heimzukehren. Sie hatten Angst, selber im Dorf ausgegrenzt zu werden.
So musste Saira alleine ausserhalb des Dorfes ohne Dach über dem Kopf leben. „Ich weinte sehr viel und dachte: was wird aus mir?“ sagt sie rückblickend. Zum Glück fand sie bald bei einer Leidensgenossin Unterschlupf. Eines Tages stellten ihr Mitarbeiter der Lepra-Mission Rabbani vor, ein Mann der von seiner Frau verlassen worden war als sie gemerkt hatte, dass er Lepra hatte. Nicht lange nach diesem Treffen heirateten Saira und Rabbani. Die Lepra-Mission gab ihnen Baumaterial für ein kleines Haus.
Heute hat das Paar eine fröhliche Tochter. Doch auch sie erlebte Ablehnung. Die Lehrer wollten sie wegen der Lepra ihrer Eltern nicht in die Klasse aufnehmen. Einmal mehr setzte sich die Lepra-Mission für die Familie ein und bewirkte, dass die Tochter nun die Schule besuchen kann.






