Bangladesch: Lepra-Spital in Nilphamari
Mit ganzheitlicher Hilfe gegen die Abwärtsspirale von Armut und Krankheit.
In Bangladesch leiden mehr als 25'000 Personen an Invalidität, die auf Lepra zurückgeht. Der Distrikt Nilhphamari im Norden ist einer der ärmsten des Landes. Der grösste Teil der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft. Viele von ihnen sind Tagelöhner oder angestellte Landarbeiter.
Lepra ist meist von Armut begleitet. Wenn die Lepra sichtbar wird, werden die Betroffenen von ihrer Umgebung oft ausgeschlossen und sie verlieren die Arbeitsstelle. Daher meiden sie das Spital und lassen sich nicht untersuchen.
Seit 1976 bietet das Spital medizinische Hilfe für Leprakranke und Invalide. Dafür stehen 130 Betten zur Verfügung. Jedes Jahr werden rund 400 Operationen durchgeführt. Das Ziel der Arbeit ist es, den Patienten ganzheitlich zu helfen. Stichworte dazu sind: Leprabehandlung, Pflege von Geschwüren, wiederherstellende Chirurgie, Augenheilkunde, Physiotherapie, Herstellung von Prothesen und Spezialschuhen, Mikrokredite, Ausbildung, Alphabetisierung, Hilfe bei psychischen Problemen als Folge der Lepra.
Um die Hilfe nachhaltig zu machen, werden ehemalige Patienten zu Hause besucht. Dank dieser kompetenten Hilfe kommen viele aus der Armutsfalle heraus und finden wieder einen Platz in der Gesellschaft.

- Eine von Lepra geheilte Frau ist dank einer Schneiderausbildung heute selbstständig.

- Aufklärungstheater in einem Dorf.




