Indien: Berufsschule in Nashik
Dank einer soliden Berufsbildung später auf eigenen Beinen stehen.
In Indien ist es für leprabetroffene Jugendliche praktisch unmöglich, eine Lehrstelle zu erhalten. Wegen des Stigmas sind Lehrbetriebe nicht bereit, ehemalige Leprakranke oder Kinder von Leprakranken aufzunehmen. Solche Jugendliche laufen Gefahr, betteln gehen zu müssen.
Die Berufsschule in Nashik kann jedes Jahr zwischen 120 und 230 junge Leute aufnehmen. 80 Prozent von ihnen sind von Lepra betroffen, die andern haben eine andere Behinderung. Dabei bemüht sich die Schule insbesondere, Mädchen für die Ausbildung zu gewinnen, da diese noch stärker diskriminiert werden.
Folgende Fächer werden angeboten: Zweiradmechnik, Schneiderhandwerk, Englisch und Stenographie, Computeranwendung, Elektronik, Schreinerhandwerk, Mechanik, Schönheitspflege, Drucken und Buchbinden. Die Jugendlichen werden von qualifizierten einheimischen Lehrkräften unterrichtet und erhalten wenn nötig Berufsberatung und Physiotherapie. Die Berufsschule stellt auch Kost, Logis und Arbeitskleidung zur Verfügung.
Die Berufsschule arbeitet eng mit Stadtbehörden, Industriellen, anderen NGOs und mit lokalen Kirchen zusammen. Diese starke Vernetzung trägt einiges zum Erfolg der AbsolventInnen beim Berufsstart bei.

- Sozial benachteiligte Jugendliche erhalten berufliche Qualifikationen und gewinnen

- dadurch Selbstvertrauen für eine selbstbestimmte Zukunft.



