Niger: Lepra-Spital Danja

- Das Spital liegt 800 km östlich der Hauptstadt Niamey.
Mit Aufklärung und Hilfe zur Selbstpflege gegen Invalidität.
Im Niger sind besonders Menschen, die in abgelegenen Gebieten fern von medizinischer Versorgung leben, stark von Lepra betroffen. Und gerade sie kommen meistens erst spät zur Behandlung, wenn die Krankheit bereits zu Verstümmelungen geführt hat. Die Angst vor sozialer Ausgrenzung und mangelhaftes Wissen des staatlichen Gesundheitspersonals über Lepra sind weitere Gründe weshalb sich die Betroffenen nicht frühzeitig behandeln lassen.
Aus diesem Grund wird neben der Behandlung der Lepra grosses Gewicht auf die Information der Bevölkerung über die frühen Zeichen der Krankheit gelegt (Radiospots, Dorfversammlungen). Staatliches Gesundheitspersonals wird in der Früherkennung der Lepra ausgebildet. Weiter wird die Gründung von Behinderten-Lobbygruppen landesweit gefördert, damit Behinderte ihre Rechte besser wahrnehmen können. Aufklärungskampagnen über Lepra und Lobbyarbeit reduzieren das der Lepra anhaftende Stigma und haben somit präventive Wirkung, weil die Betroffenen sich nicht mehr schämen, sich frühzeitig diagnostizieren zu lassen.
Menschen, die bereits körperliche Folgen von Lepra davontragen, werden so instruiert, dass sie sich auch zu Hause vor Verletzungen schützen können und nicht invalid werden. In Zusammenarbeit mit der Dorfgemeinschaft werden zudem leprabetroffene Familien gezielt unterstützt, damit sich ihr Lebensstandard erhöht. Dies beinhaltet z.B. finanzielle Hilfe für den Schulbesuch von Kindern und Alphabethisierungskurse für Erwachsene.






