Sudan: Lepra-Programm in Khartum
Integration in die Gesellschaft
Im Sudan finden Leprapatienten keine Arbeit und können in der Gesellschaft nicht aktiv werden. Sie werden oft von der Gemeinschaft, in der sie leben, stigmatisiert, besonders wenn sie von Verstümmelungen gezeichnet sind. Zudem schränkt die Behinderung die Arbeitsfähigkeit ein.
Im Lepra-Programm wird daher viel Gewicht auf Aufklärung durch Zeitungsartikel, Radio- und TV-Beiträge gelegt. Die Leute werden aufgerufen, sich zu melden, wenn sie Anzeichen der Krankheit entdecken. Ausserdem müssen sie ermutigt werden, die Behandlung zu Ende zu führen, auch wenn sie momentan keine Besserung erkennen. Auf Dorfversammlungen wird versucht, die Dorfchefs zur Mithilfe zu bewegen, um bessere Resultate zu erzielen. Die Informationskampagnen erreichen rund 1 Mio. Einwohner im Bundesstaat Khartum.
Rund 500 Personen werden jährlich mit Spezialschuhen oder Prothesen ausgerüstet, damit sich ihre Mobilität verbessert. In Spitälern, Kliniken und auf Feldbesuchen werden Augenoperationen durchgeführt, Geschwüre gepflegt und wenn nötig operiert. Physio- und Hypotherapie helfen den Betroffenen, ihre Hände und Füsse möglichst wieder zu gebrauchen.
Unter dem Stichwort Hilfe zur Selbsthilfe schliessen sich ehemalige Leprapatienten zu Selbsthilfegruppen zusammen. Sie haben die berufliche Selbstständigkeit der Mitglieder zum Ziel, damit sie ihren Lebensunterhalt nicht nur mit Betteln finanzieren können.






