Ihre Hilfe

Sudan: Lepra-Programm in Khartum

Integration in die Gesellschaft

 

Im Sudan finden Leprapatienten keine Arbeit und können in der Gesellschaft nicht aktiv werden. Sie werden oft von der Gemeinschaft, in der sie leben, stigmatisiert, besonders wenn sie von Verstümmelungen gezeichnet sind. Zudem schränkt die Behinderung die Arbeitsfähigkeit ein.

 

Im Lepra-Programm wird daher viel Gewicht auf Aufklärung durch Zeitungsartikel, Radio- und TV-Beiträge gelegt. Die Leute werden aufgerufen, sich zu melden, wenn sie Anzeichen der Krankheit entdecken. Ausserdem müssen sie ermutigt werden, die Behandlung zu Ende zu führen, auch wenn sie momentan keine Besserung erkennen. Auf Dorfversammlungen wird versucht, die Dorfchefs zur Mithilfe zu bewegen, um bessere Resultate zu erzielen. Die Informationskampagnen erreichen rund 1 Mio. Einwohner im Bundesstaat Khartum.

 

Rund 500 Personen werden jährlich mit Spezialschuhen oder Prothesen ausgerüstet, damit sich ihre Mobilität verbessert. In Spitälern, Kliniken und auf Feldbesuchen werden Augenoperationen durchgeführt, Geschwüre gepflegt und wenn nötig operiert. Physio- und Hypotherapie helfen den Betroffenen, ihre Hände und Füsse möglichst wieder zu gebrauchen.

 

Unter dem Stichwort Hilfe zur Selbsthilfe schliessen sich ehemalige Leprapatienten zu Selbsthilfegruppen zusammen. Sie haben die berufliche Selbstständigkeit der Mitglieder zum Ziel, damit sie ihren Lebensunterhalt nicht nur mit Betteln finanzieren können.


Eine geheilte Leprapatientin verkauft ihre selbst hergestellten Produkte.
Untersuchung des Tastsinns in der Wüste.
  • Jedes Jahr sind es in der Region um Khartum 500-600 Menschen mehr, die neu an schwerer Invalidität wegen Lepra leiden. Diese Behinderungen sind nicht mehr rückgängig zu machen.
  • Bis ins Jahr 2012 soll der Prozentsatz der Neuerkrankten mit schwerer Invalidität auf 10% reduziert werden.
  • Die Informationskampagnen der Lepra-Mission erreichen rund 1 Mio. Menschen im Bundesstaat Khartum.
  • Jährlicher Betrag, mit dem sich die Evangelische Lepra-Mission beteiligt: 125'000 Fr.

 

 

Evangelische Lepra-Mission | Schweizer Zweig der Leprosy Mission International (TLMI)
Postfach 256 | CH-4622 Egerkingen | Tel: 062 961 83 84 | Fax: 062 961 83 85 | E-Mail: info@STOP-SPAM.lepramission.ch | Spendenkonto: PC 50-16000-6

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