Evangelische Lepra-Mission
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China: Lepra-Projekt in Yunnan
Trotz Lepra zurück ins Leben
Allein in der Provinz Yunnan gibt es mehr als 27'000 Leprabetroffene und jedes Jahr nimmt diese Zahl um 600 Menschen zu. Obwohl zahlreiche geheilt werden konnten, leiden sehr viele immer noch an Folgeschäden der Lepra: Gefühllose Hände und Füsse sowie immer wiederkehrende Geschwüre führen zu fortschreitender Invalidität. Hinzu kommt die Stigmatisierung dieser Krankheit, welche oft zu Einsamkeit und einem Gefühl der Wertlosigkeit führt.
Das Projekt der Lepra-Mission bietet medizinische Hilfe und ist überdies bestrebt, die Betroffenen wieder in die Gesellschaft einzugliedern. Die medizinische Hilfe beinhaltet Wundpflege und Wiederherstellungs-Chirurgie (z.B. Operation der Augenlider, damit diese wieder geschlossen werden können und dadurch weniger Infektionen ausgesetzt sind oder Handoperation, damit jemand wieder selbstständig essen oder arbeiten kann). Patienten, welche amputiert werden mussten, erhalten passende Prothesen.
Die Wiedereingliederung in die Gesellschaft geschieht meist durch Selbsthilfegruppen. Patienten lernen dort, wie sie sich auch zu Hause vor Verletzungen schützen können. Diese Hilfe zur Selbstpflege ist wichtig, um Invalidität vorzubeugen und die Selbstständigkeit zu erhalten. Zudem sucht die Gruppe gemeinsam nach Wegen, wie jedes Mitglied ein nachhaltiges Einkommen erwirtschaften kann (z.B. ein Kleinkredit für eine Kuh). In der Gruppe werden die Mitglieder ermutigt, sich selbst als wertvollen Teil der Gesellschaft zu sehen und wieder aktiv im Dorfleben mitzuwirken.


