Lebensgeschichten von Leprabetroffenen

Josiane, DR Kongo

Mit 17 Jahren entdeckte Josiane Flecken auf ihrer Haut. Sie bekam schlimme, offene Wunden. Josianes Mann schickte sie fort. Nun lebt sie mit ihrer ebenfalls leprakranken Mutter in einer kleinen Strohhütte. Die Nachbarn genzten die Frauen aus, bis die Lepra-Mission sie über Lepra aufklärten.

Vor sechs Jahren bekam sie endlich die richtige Behandlung. Trotzdem kann sie mit ihren Hände nicht mehr auf dem Feld arbeiten. Nun betreut sie die Nachbarskinder, um Geld zu verdienen. Doch Josiane hat noch Träume!

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Satish, Indien

Das ist Sathish. Er ist 15 Jahre alt und erkrankte ganz jung an Lepra. Schon sein Grossvater und sein Vater hatten Lepra. Nach dem Tod seines Vaters ging seine Mutter mit einem anderen Mann auf und davon. Lepra ist der Grund, dass sie Sathish zurückliessen. Unterernährt kam er im Lepra-Spital an.

Hier wird er liebevoll gepflegt und mit gesundem Essen versorgt, damit er zunimmt. Er ist ganz alleine und mit einer ungewissen Zukunft. Trotzdem hat er einen Lebensmut, der ansteckt.

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Janvier, DR Kongo

Janvier (74) wurde gerade noch rechtzeitig vor dem sicheren Hungertod gerettet. Verwahrlost lebte er in einer baufälligen Hütte - ohne Unterstützung von Familie oder Freunden. Alle verliessen ihn. Er ist behindert und kann nicht mehr gehen. Dann fand ihn ein Mitarbeiter der Lepra-Mission.

Jetzt erhält Janvier endlich die dringend notwendige Behandlung. Mindestens drei Wochen bleibt er im Spital. Wenn die Füsse wieder verheilt sind, erhält er orthopädische Sandalen. Die Lepra-Mission will seine Brüder überzeugen, dass sie sich um Janvier kümmern. Janvier wird auch zukünftig von der Lepra-Mission betreut. Er soll ein würdiges Leben führen können.

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Uma, Indien

Uma wäre fast auf der Strasse gestorben. Als junge Frau bricht nach dem vierten Ehejahr Lepra bei ihr aus. Trotz ärztlicher Behandlung ist es zu spät, ihre Hände und Füsse ziehen sich zu Krallen zurück. Sie wird von ihrem Mann aus dem Haus geworfen und kehrt zu ihren Eltern zurück. Doch ihre Mutter setzt sie vor einem Tempel in Varanasi, einem Pilgerort, aus.

Fortan lebt sie als Bettlerin von den Almosen der Pilger, Mönche und Touristen. Ihr Gesundheitszustand wird so schlecht, dass sie ins Lepra-Spital gebracht wird. Trotzdem kehrt sie zurück auf die Strasse - bis die Lepra-Mission eingreift und ihr einen Platz in einem Heim anbietet. Heute lächelt Uma wieder.

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Parbati, Nepal

«Mit 13 Jahren spürte ich ein Kribbeln in den Händen und Beinen. Doch meine Krankheit blieb unerkannt und unbehandelt – mit schlimmen Folgen.» Erst mit 19 Jahren entdeckt man Lepra und behandeln Parbati. Sie arbeitet weiter auf dem Feld, aber verletzt sich ständig. Ihre Füsse verkommen zu Stummeln.

Nach sechs Jahren Gehbehinderung hört Parbati im Radio wo sie Hilfe bekommt. Doch das Lepra-Spital liegt drei Tagesreisen entfernt und bis zur nächsten Bushaltestelle dauert es drei Stunden zu Fuss. Ihr Bruder zieht sie mit einen Karren zur Haltestelle. Im Spital heilen die schrecklichen Geschwüre und sie bekommt orthopädische Schuhe. Nach über sechs Jahren kann Parbati wieder gehen!

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Rabiul, Bangladesch

Rabiul (9 Jahre) und lebt mit seiner Familie in einer ärmlichen Wellblechhütte in den Slums von Chittagong. Sein Vater verliess die Familie wegen Rabiuls Krankheit. Die Mutter arbeitet in einer Textilfabrik für den Lebensunterhalt - eine schlecht bezahlte Arbeit und kaum genug zum Leben.

Vor zwei Jahren wurde bei Rabiul Lepra entdeckt. Seine Hände verformten sich zu Krallen. Selbständig essen oder schreiben ist unmöglich für ihn. Er geht nicht mehr zur Schule. Lepra griff auch die Nerven um seine Augen an. Er kann die Augenlieder kaum mehr schliessen. Entzündungen häufen sich. Ohne Behandlung wird er blind! Nun kümmert sich die Lepra-Mission um Rabiul und seine Familie.

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