Bangladesch

Verteilung von Geld für Nahrungsmittel an Leprabetroffene in Joypurhat

«Wir sind vorsichtig mit der Wiederaufnahme der Aktivitäten vor Ort und in unseren Büros. Unser Team wurde mit der notwendigen Schutzbekleidung ausgestattet, weil sie weiterhin Menschen mit Lepra dienen und zu ihnen Kontakt halten; Zum Beispiel verteilen sie Medikamente und orthopädische Sandalen, pflegen Geschwüre und besuchen Selbsthilfe-Gruppen.  

Unsere genossenschaftlichen organisierten Selbsthilfe-Gruppen äusserten den Wunsch, den Kreis der Begünstigten für die Nothilfe zu erweitern. Die Anzahl der unterstützten Gruppen bleibt gleich, aber mehr Menschen profitieren von den finanziellen Zuschüssen, um zu überleben. Dank der Spenden aus der Schweiz konnten rund 8'000 Menschen mit ihren Familien geholfen werden. Teilweise wurde die Unterstützung auf die Mobiltelefone überwiesen, um unseren Mitarbeitenden das Reisen zu den Begünstigten zu ersparen und sie weniger Risiken auszusetzen. »
Sumon Halder, Landesleiter Lepra-Mission Bangladesch

Indien

Mitarbeitende und Verwandte nähen Masken zur kostenlosen Abgabe an Bedürftige.

Wir unterstützen das Lepra-Spital in Salur, eines von 14 Spitälern der Lepra-Mission in Indien. Es wurde von der Regierung zum COVID-19 Spital auserkoren. Die medizinische Grundversorgung soll für Leprapatienten und die Regionalbevölkerung aufrecht erhalten bleiben, deshalb ist es während dieser schwierigen Zeit weiterhin offen. Aufgrund der Reisebeschränkungen und der Angst vor Ansteckungen kommen jedoch nur wenige Patienten ins Spital. Das ist eine finanzielle Herausforderung. Die Lepra-Mission unterstützte die Bereitstellung von Schutzkleidung und Desinfektionsmittel für das Personal und die Abgabe von Lebensmitteln an Leprapatienten.

«In Indien setzen wir uns im Kampf gegen COVID-19 ein. Gleichzeitig laufen unsere Aktivitäten für die Heilung, Wiederherstellung der Würde und Inklusion von Lepra betroffenen Menschen weiter.»
Nikita Sarah, Verantwortlich für die Kommunikation der Lepra-Mission Indien

Nepal

Die Not-Helfer im Lepra-Spital Anandaban kümmern sich seit über 60 Jahre für Leprapatienten

Unser Spital in Anandaban ist ein COVID-19 Spital mit Isolierstation. Es führt und wertet COVID-19 Tests aus. Gleichzeitig unterstützt die Lepra-Mission Nepal Leprabetroffene und ihre Familien, die aufgrund der Pandemie in Not geraten sind. Unsere Not-Helfer sorgen auch weiterhin dafür, dass Leprapatienten die dringend notwendigen Medikamente und Behandlungen - wie zum Beispiel bei Lepra-Komplikationen - erhalten.

Die Corona-Krise stürzt das Spital in einen grossen finanziellen Engpass. Es fehlen die Einkünfte der allgemeinen Patienten, weil sie wegen der Pandemie dem Spital fern bleiben. Diese Einkünfte subventionieren zu einem grossen Teil die Behandlung von Leprapatienten. Unsere Mitarbeitenden, die Not-Helferinnen und Not-Helfer, warten auf ihren Lohn. Wenn sie ihre Arbeit nicht fortsetzen können, drohen Leprabetroffenen schlimme Folgeschäden. Wir steigen in die Lücke und überbrücken, um den Spitalbetrieb aufrecht zu erhalten.

Niger

Nothilfe - Verteilung von Hygienekits und Lebensmitteln

Die Lepra-Mission Niger verteilte Eimer, Seifen, Desinfektionsmittel und Masken. Die Menschen wurden auf die Hygienemassnahmen aufmerksam gemacht, um die Zahl der Erkrankungen zu begrenzen. Ca. 400 Haushalte erhielten Lebensmittel. 

«Dank der Unterstützung von Schweizer Spenderinnen und Spendern konnten wir Nothilfe sowie Präventionsarbeit in den Dörfern leisten, wo Menschen mit Lepra leben. Diese Hilfe kommt zu einer Zeit, in der viele Familien zu wenig Nahrungsmittel haben und nicht in der Lage sind, ihre Bedürftnisse während der COVID-19 Pandemie zu decken.»
Bunmi Oluloto, Landesleiter Lepra-Mission Niger

Demokratische Republik Kongo

Lieferung von Nahrungsmitteln

«Besonders verletzliche Menschen wie Leprabetroffene leben in unbeschreiblicher Armut, weil die Wirtschaft des Landes am Boden liegt. Um zu überleben sind einige deshalb wieder zum Betteln zurückgekehrt. »
Sabuni Paluku, Landesleiter der Lepra-Mission in der Demokratischen Republik Kongo

In unserem Nothilfe Projekt haben wir Leprabetroffene und ihre Familien aufgenommen, die aufgrund des Lockdowns an Hunger leiden. In einer zweiten Phase verteilten wir Aufklärungsmaterial über COVID-19 sowie Handwaschutensilien und Lebensmittel. Wir schulten Gemeindeleiter und Dorfchefs in den Hygienemassnahmen. Sie wiederum organisierten in den Dörfern  die Sensibilisierung der Bevölkerung.