Laxmi traf Lady Diana und kann nicht darüber reden – wegen dem Stigma

Laxmi war 18 Jahre alt als sie Lady Diana traf. Die Herzogin entdeckte die scheue Teenagerin als sie 1993 das von der Schweiz aus entscheidend mitgetragene Anandaban Spital in Nepal besuchte. Lady Di stoppte, schüttelte ihre deformierte Hand und sprach kurz mit ihr. «Es war der wundervollste Moment in meinem Leben», sagte Laxmi. Bald danach wurde ihre Hand operiert. Von der Begegnung kann sie in ihrem Umfeld nichts erzählen. Wegen dem Lepra-Stigma – in ihrem Umfeld weiss niemand, das sie betroffen ist.

Die 18-Jährige Laxmi war gerade als Patientin im von der Schweiz aus prägend mitgetragenen Anandaban Spital in Nepal, als dieses hohen Besuch bekam. 1993 besuchte Lady Diana das Spital. Der Kampf gegen die heimtückische Krankheit war ihr wichtig, sie war Patronin der Lepra-Mission und schenkte dem Anliegen Öffentlichkeit, indem sie verschiedene Spitäler besuchte.

Beim Besuch unseres Spitals sah sie die scheue Laxmi. Lady Di hielt an und sprach mit ihr. Sie erkannte, dass Laxmi eine verformte Hand hatte; dies aufgrund eines Lepra-bedingten Nervenschadens. Diana nahm ihre Hand und schüttelte sie. «Es war der wunderbarste Moment in meinem Leben», sagt Laxmi.

Gleichzeitig bedauert sie: «Es ist etwas, das ich niemandem erzählen kann.» Die Begegnung mit der am meisten fotografierten Frau der Welt kann sie nicht mit anderen teilen, wegen dem Lepra-Stigma. Ihre Hand war damals kurz nach der Begegnung operiert worden und durch verschiedene Medikamente konnte der Krankheit Einhalt geboten werden. Somit weiss ihr Umfeld nicht, dass sie von Lepra betroffen ist. Um sich und ihre Familie zu schützen muss sie den Schatz dieses Treffens ungeteilt mit ins Grab nehmen.

Der heutige Leiter der Lepra-Mission Nepal, Shovakhar Kandel, erlebte den königlichen Besuch als junger Mitarbeiter im Spital. Er war beeindruckt: «Sie trug keine Handschuhe und sie berührte die Patienten mit blossen Händen. Es schien, als hätte sie keine Angst, wie das bei anderen Menschen der Fall ist.»

Ruth Butlin, einstige Superintendantin des Spitals erinnert sich: «Viele Besucher kamen damals um die Arbeit des Spitals zu erkunden, es geht um das grössere Bild. Doch Diana kam um die Patienten zu sehen. Es ging um die Menschen. Als sie kam, dachten wir, sie werde an die Betten gehen und mit den Leuten reden. Doch sie setzte sich auf die Betten und hielt die Hände der Menschen. Die Patienten waren berührt und überwältigt von ihrer Liebenswürdigkeit.»

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